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Interview im Tabakfabrik TV
Interview Tabakfabrik TV

Beitrag vom Team Poetry Slam im Rahmen der Literatur auf Servus TV (ab ca. 0:57 min)
Beitrag Team Poetry Slam

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PostSkriptum: Poetry Slam in der Stahlstadt

Man wagt es ja kaum offen zuzugeben, aber bei manchen literarischen Lesungen droht der Sekundenschlaf. Andächtig hat das Publikum mucksmäuschenstill auf seinen Plätzen zu verharren, während von oben von der Bühne ernsthaft Literarisches zum Vortrag gebracht wird. Interaktion? Artiges Schweigen und Klatschen.
Und das Gegenteil? Freches Zeug von der Bühne – fröhliches Buhen oder Lachen vom Publikum. Genau darum geht’s beim Poetry Slam. Das Publikum kann, soll es sich aber nicht bequem machen. Denn schließlich entscheiden die Zuhörer über die Qualität des Vorgetragenen.
Poetry Slams nennen sich die Lesewettbewerbe der etwas anderen Art. JedeR kann mitmachen. Voraussetzung: ein selbstverfasster Text und etwas Mut. JedeR bekommt fünf Minuten Zeit, Requisiten und Gesang sind verpönt. Ob gereimt, geflüstert, gebrüllt – je mitreißender, desto besser. Die Jury sitzt im Publikum. Oder besser: Sie ist das Publikum. Sie entscheidet (bei Bedarf lautstark), wer ins Finale kommt. Zu gewinnen gibt es zwar keine Millionen, dafür aber die Zuneigung der Zuhörerschaft. Und die ist dankbar, wenn ihr die Füße nicht einschlafen…

Vor mehr als sechs Jahren hat der Verein „PostSkriptum“ den Poetry Slam nach Linz geholt. Und seit Anfang an gibt es „Local Heroes“ genauso wie die Freude über neue Gesichter zu neuen Geschichten.

/ download PostSkriptum01.doc

Eine Frage:

Als Sie noch ein Kind waren und Ihre Mutter Ihnen Märchen vorlas, saß sie da an Ihrem Bettrand oder auf einer Bühne an einem Tisch mit Leselampe und Wasserglas? Und Sie durften nicht unterbrechen, nicht lachen, nicht nachfragen und vor allem: nicht einschlafen.
Dann wäre das wohl Ihre erste Begegnung mit der alten Dame Literatur gewesen, eine ernste Person, sehr seriös, möglicherweise eine Bankangestellte, graumeliertes Haar, oft ein wenig sentimental, erzählt Ihnen immer wieder von ihren Problemen und Schwärmereien und lässt Sie dabei nie zu Wort kommen. Eine für manche etwas anstrengende Person.
Nun gibt es aber in Linz eine Veranstaltung, die Sie zu Wort kommen lassen will. Und bei der das Publikum aufgefordert wird, etwas beizutragen, man aber trotzdem einschlafen darf (hey, das ist ein freies Land!): der Linzer Poetry Slam.
Jeder, der es sich zutraut, kann hier seine eigenen Texte vortragen. Sie brauchen nur Ihre Werke aus der Schublade holen, kommen, Mut haben und die wenigen Regeln beachten, die es gibt: Fünf Minuten Zeit, keine Verkleidung, kein Gesang, keine Requisiten. Eine sich spontan konstituierende Publikumsjury stimmt über Ihren Text ab und vielleicht gewinnen Sie den Hauptpreis: Einen Wollsocken voller (anonymer) Spendengelder und den größten Applaus des Abends. Vielleicht wollen Sie ja auch nur zuhören. Ein Glas Wein oder einen Gerstensaft genießen.
Klingt Ihnen das zu unseriös? Zu banal? Wir machen’s schon seit mehr als acht Jahren und uns macht’s Spaß. Dem Publikum auch. Glauben wir. Es kommt zumindest immer wieder. Und Sie? Warum waren Sie noch nie bei uns?

/ download PostSkriptum02.doc